Wirtschaft

Gröhe macht Dampf bei Telemedizin
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Hauptstadtkongress 2015

Gröhe macht Dampf bei Telemedizin

11.06.2015 - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat die Telemedizin in den Fokus seiner Rede zur Eröffnung des Hauptstadtkongresses gestellt. Sein Appell: bei der Umsetzung der E-Health-Projekte „Dampf zu machen“.

Wie kann die Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen und die medizinische Versorgung der Patienten verbessert werden? Über diese und weitere Fragen diskutieren noch bis Freitag rund 8.000 Experten aus Gesundheitswirtschaft und -politik auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress. Ein Schwerpunktthema des dreitägigen Treffens „Medizin und Gesundheit“ im City Cube Berlin: die Digitalisierung der Medizin. „Die Telemedizin kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung leisten“, betonte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei der Eröffnung am 10. Juni. Bei der Verbesserung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient spielt die Vernetzung eine zentrale Rolle. Gröhe appellierte, die Scheu vor der Digitalisierung zu verlieren.

Auch an Kritik sparte der Minister nicht. „Wir haben ein erhebliches Vernetzungsproblem.“ Um das zu ändern, hat die Politik mit dem im Mai verabschiedeten E-Health-Gesetz nun die Voraussetzung für den Bau einer stabilen Datenautobahn geschaffen. Auf dem Hauptstadtkongress 2014 hatte Gröhe die Einführung eines solchen Gesetzes angekündigt. Ein Jahr später nutzt er nun seinen Auftritt, um an die Beteiligten im Gesundheitswesen zu appellieren, bei der Umsetzung der E-Health-Projekte wie der Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte endlich „Dampf zu machen“. Gröhe hofft nun auf weitere Anregungen für eine effektivere Nutzung der Daten, die auf der Karte gespeichert werden. Die E-Health-Projekte sind Teil der Krankenhausstrukturreform, die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

Im Hinblick auf eine bessere Gesundheitsversorgung nimmt die medizinische Forschung einen zentralen Platz ein. Doch wie schnell können Patienten von den neuen Erkenntnissen profitieren? Darüber diskutierten Experten im Rahmen des Ärzteforums. Dabei machte Gerd Hasenfuß, Direktor der Göttinger Klinik für Kardiologie, klar, dass vor allem Innovationen in der Kardiologie dazu beigetragen haben, dass die Menschen immer älter werden. Einer Studie zufolge stieg die Lebenserwartung von 1970 bis 2000 um 6%, wobei allein 4% auf Herzschrittmacher, Defibrillatoren und Co. zurückzuführen sind. Doch nicht alle Entwicklungen finden den Weg zum Patienten. „Wir sind hier auf eine adäquate Erstattung durch die Krankenkassen angewiesen“, wie Siemens Healthcare-Manager Stefan Schaller betonte.

Neben dem Hauptstadtforum Gesundheitspolitik ist der Hauptstadtkongress auch eine Plattform für Fachkongresse wie den Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Zum zweiten Mal mit dabei: der Labortag, der die Bedeutung der Diagnostik für das Gesundheitswesen in den Fokus rückt.

© medtechzwo.de/bb

http://www.medtech-zwo.de/aktuelles/nachrichten/2015-02/groehe-macht-dampf-bei-telemedizin.html

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